Ein hochentwickelter Cybertäter hat eine Sicherheitslücke im Kommunikationsprogramm WhatsApp ausgenutzt, die laut Sky News die Installation eines geheimen Überwachungsprogramms auf Telefonen und anderen Geräten ermöglicht hat. Hacker nutzten dabei einen präparierten WhatsApp-Sprachaufruf, bei dem das Überwachungsprogramm installiert wurde. WhatsApp informierte nach eigenen Angaben umgehend Citizen Lab und verschiedene Menschenrechtsgruppen. Auch US-Justizbehörden sollen in weitere Ermittlungen involviert worden sein, sagte ein Unternehmenssprecher.

Laut der „Financial Times“ soll hinter dem Angriff die NSO stecken, ein israelisches Unternehmen, das Spyware-Programme an Regierungen verkauft. Die Sicherheitslücke wurde am 12. Mai bei einem Cyber-Angriff auf das Mobiltelefon eines Anwalts in Großbritannien entdeckt. Der Anwalt, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, ist in eine Klage gegen die NSO verwickelt, welche von einer Gruppe mexikanischer Journalisten und einem saudischen Dissidenten eingereicht wurde.

Mittlerweile konnte die Sicherheitslücke von WhatsApp geschlossen werden. Allen Benutzern wird empfohlen, ein UPDATE mit der neuesten Version durchzuführen!

Über 1,5 Milliarden Menschen weltweit und die Hälfte der Anwohner aus Rumänien die einen Handy besitzen, nutzen die Applikation WhatsApp.