Jedes Jahr am 20. Juli wird St. Elias, das Fest des Propheten Elia, gefeiert. Verantwortlich für Donner, Blitz, schweren Regen, Feuer und Hagel wird der christliche Heilige im Volksmund oft als „Donnerkerl“ bezeichnet.

In der Vergangenheit gingen die Mädchen am Vorabend dieses Tages für gewöhnlich nachts auf die Felder um die Hanfpflanzen zu beobachten. Wenn der gepflanzte Hanf bis zu dieser Nacht grüne Blätter hervorbrachte, war das ein Zeichen dafür, dass die Mädchen jung heiraten würden. Waren die Blätter jedoch trocken, würden sie sehr spät heiraten. Zudem brachten Frauen an diesem Tag Basilikum in die Kirche. Die Kräuter wurden geweiht, anschließend verbrannt und die Asche zur medikamentösen Therapiebehandlung verwendet.

 

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Ein noch heute bewahrter Brauch ist das Aufbewahren von Äpfeln bis zum Tag des Heiligen Elias, um diese vor ihrem Konsum in der Kirche weihen zu lassen.

Männer sammelten am Tag des Heiligen Elias Honig in ihrer Festtagskleidung. Nur die Kinder durften dabei helfen, da den Frauen nicht gewährt wurde, das Bienenhaus zu betreten. Nachdem der Honig geerntet war wurde ein Festmahl aufgetischt. Es wurde gegessen, getrunken, gesungen und gespielt.

 

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Noch heute wird der Tag des „Donnerkerls“ groß gefeiert, beispielsweise mit einem „Mädchenmarkt“ auf dem Găina-Berg, der Beobachtung eines Sonnenuntergangs in der Stadt Covasna, oder Gottesdiensten für die Jungfrau Maria in den Städten Sacele, Polovragi oder Falticeni