Der Georgstag oder Sangiorz ist der Gedenktag des heiligen Georg, eines frühchristlichen Märtyrers und bedeutenden Heiligen der Orthodoxen Kirche.
Traditionell wird er am 23.April gefeiert, aber auch der Tag davor und der Tag danach sind mit Feierlichkeiten, Bräuchen und Aberglauben verbunden:
1.Am Vorabend des Georgtags (Alesul) gibt es eine Reihe von Bräuchen und Vorbereitungen, die den Beginn des Hirtenjahres markieren, unter anderem die Wahl der Hirten, die richtige Stelle des Schafstalls, die Vorbereitung der Schafe für das Melken und die Zubereitung des ersten Käses.
2.Um die Untoten zu schützen, werden die Häuser in Rumänien am Georgstag geschmückt: mit Birnenzweigen (Muntenia), Liebstöcklblätter (Siebenbürgen), Buchenblätter oder Eichenholz (Banat).
3.In der Vergangenheit gab es eine Reihe von Bräuchen und Aberglauben am Georgstag , die aber heute an Bedeutung verloren haben:
-Um das ganze Jahr über gesund zu bleiben, badete man vor Sonnenaufgang in fließendem Wasser.
-Wer den ganzen Tag und Nacht wach blieb, der war das restliche Jahr
nicht müde.
-Man sammelte und legte Abfall an den Wurzeln von Bäumen ab, damit er viele Früchte trage.
-Am Morgen des Georgtags gingen ledige Mädchen unbemerkt in den Wald und sammelten Tollkirschen. Die Tollkirschen wurden auf dem Dachboden gelagert und versprachen baldiges Liebesglück.
Das Dorde Casa-Team wünscht allen Männern, die George heißen, einen schönen Namenstag, auch wenn er erst nach Ostern gefeiert werden kann.