Für die orthodoxen Christen in Rumänien ist Ostern das wichtigste Fest im Jahr. Die Feier der Auferstehung Jesu von den Toten ist hier mit vielen Osterbräuchen verbunden. Aber auch die Woche vor Ostern (Karwoche) wird zelebriert.

Der Palmsonntag – der Sonntag vor Ostern – ist der Beginn der Karwoche. An jenem Tag gedenken die christlichen Kirchen dem Einzug Jesus in Jerusalem. Laut Bibel wurde dieser – auf einem Esel reitend – beim Eintreffen in der Stadt von einer großen Menschenmenge als „Friedenskönig“ bejubelt. Dabei sollen die Jerusalemer: »Hosianna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!« (Johannes 12,13) gerufen und Palmzweige mit sich getragen haben. Palmzweige galten im Judentum als Symbol der Huldigung und Anerkennung und waren auch ein Zeichen des Sieges.        Daher gehen an diesem Tag viele Christen mit Palm- oder Olivenzweigen (u.a. Rom/Jerusalem) in die Kirche, um diesem Ereignis zu gedenken. In Rumänien werden diese durch Weidenzweige ersetzt.

Es gibt noch andere Bräuche, die am Palmsonntag in Rumänien gepflegt werden:

Blumen verteilen – das Verschenken von Blumen ist nicht nur ein Zeichen der Freundschaft, es soll auch Glück bringen.

Haare Waschen –  sollte man am Palmsonntag unterlassen, da das Haar dann angeblich schnell ergraut!

Fisch – an diesem Tag steht Fisch auf der Speisekarte.

Liebesglück – am Vorabend waschen unverheiratete Mädchen ihren Kopf mit einem Sud aus gekochtem Basilikum, der über die Wurzel einer blühenden Birne gegossen wird. Man sagt, dass sie daraufhin ihrem Traumprinzen begegnen werden.

 

Das DORDECASA-Team wünscht den über 1,5 Millionen Rumänen, die nach Blumen benannt sind und am Palmsonntag ihren Namenstag feiern, einen schönen Namenstag!

Und natürlich wünschen wir allen Rumänen frohe und gesegnete Ostern !!