6. und 7. Januar sind für die Rumänen nicht nur das Ende der Winterzeit, sondern sind auch zwei große orthodoxe Feiertage und mit traditionellen Bräuchen und Traditionen verbunden.

So wird am 6. Januar – Dreikönigstag oder Epiphanie – Flusswasser geweiht. Das geweihte Wasser (Aghiasma Mare) wird in der Regel 7 Tage lang morgens vor dem Frühstück getrunken. Danach ist das Trinken des Wassers nur mit der Erlaubnis eines Priesters möglich.

In einigen Regionen Rumäniens ist es üblich, Kreuze aus Tannenholz in den Fluss zu werfen. Besonders mutige Männer springen in den Fluss und versuchen, das Kreuz zu erlangen. Der Gewinner darf sich auf ein erfolgreiches, glückliches Jahr und beste Gesundheit freuen… falls er die eisigen Temperatur des Wassers unbeschadet übersteht.

Auch für die Mädchen gibt’s was zu gewinnen: In einigen Teilen von Siebenbürgen, z.Bsp. in Maramures, müssen sie in den frühen Morgenstunden heiliges Wasser aus dem Fluss nehmen. Das Mädchen, das zuerst mit dem Wasser zurück kommt, gilt als das fleißigste für den Rest des Jahres. Junge Mädchen legen sich ebenso Basilikum unter das Kopfkissen und träumen von ihrem zukünftigen Prinzen.

Auch am 7. Januar – St. Johannes der Täufer – wird lustig gefeiert, diesmal sind alle mit Namen Johannes (Ioan) und  Johanna (Ioana) am Start. Die Namensträger in Bukowina stellen einen geschmückten Weihnachtsbaum vor die Tür und schmeißen anschließend eine Party mit Musikanten. In Siebenbürgen und einigen Teilen Olteniens wird man mit dem Namen Johannes resp. Johanna von den Nachbarn zu einem Fluss getragen, getauft und gereinigt.