In Deutschland hat jeder Bürger*in das Recht, sich politisch zu beteiligen und Einfluss auf die lokale, bundeslandweite und bundesweite Politik zu nehmen. In diesem Sinne gibt es die Möglichkeit sich mit Interessengruppen, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Parteien zusammenzutun.

 

Die Parteien nominieren ihre Kandiaten*innen auf den lokalen Ebenen, Landesebenen und europaweit für die Parlamentswahlen. Diese sind:

 

  • Wahlkreis der Kommune und der Stadt
  • Landesparlament
  • Bundestag
  • Europaparlament

 

 

In Deutschland sind die Wahlen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim.

  • Allgemein: Alle deutschen Staatsbürger*innen über 18 Jahren haben das Recht zu wählen und gewählt zu werden.
  • Unmittelbar: Das Volk wählt die Kandidaten*innen direkt über eine Liste und nicht indirekt durch einen Wahlmann.
  • Frei: Niemand darf Druck auf die Wähler ausüben, um ihre Stimme einem bestimmten Kandidaten zu geben. Es gibt keine Wahlpflicht.
  • Gleich: Jede Stimme zählt gleich viel.
  • Geheim: Jedermanns Wahl bleibt geheim.

 

 


Wenn Sie schon länger als 3 Monate in Deutschland leben, auch wenn sie keinen deutschen Pass besitzen, oder kein Bürger der EU sind, können Sie an den Kommunalwahlen teilnehmen so wie an den Europawahlen!

 

Die Bundestagswahlen und der Großteil der Landesparlamente funktionieren anders:
Jeder Wähler hat zwei Stimmen, die Erststimme und die Zweitstimme. Mit der Erststimme wählt man eine*n Kandidaten*in aus dem eigenen Wahlkreis. Mit der Zweitstimme wählt man die Parteien. Die Zweitstimme ist die wichtigere Stimme, da sie die Landesliste der Parteien wählt und entscheidet, wie viele Sitze im Bundestag an die Parteien verteilt werden. Die Wahlen für die Kandidaten*innen in den Kommunalwahlen werden durch das Bundesland bestimmt und können abweichen.