In der kalten Jahreszeit neigen wir zu Erkältungen oder Grippe. Für eine sinnvolle Therapie ist eine genaue Diagnose wichtig, denn Erkältung und Grippe unterscheiden sich wesentlich und müssen unterschiedlich behandelt werden.

– Bei Grippe steigt das Fieber in der Regel bis zu 39 Grad, bei Erkältungen eher selten

– Kopfschmerzen sind bei Grippe ausgeprägt und bei Erkältungen fast nicht vorhanden

– Bei Grippe kann es zu starken Muskelschmerzen kommen

– Eine verstopfte Nase ist bei einer Erkältung ausgeprägter als bei Grippe

– Nackenschmerzen kommen bei einer Erkältung häufiger vor als bei einer Grippe

Grippe oder Influenza ist eine Viruserkrankung, bei der die Inkubationszeit 1-2 Tage beträgt: Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber, wird begleitet von Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Augenproblemen, Schläfrigkeit. Die Influenza ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die sich vor allem in den Wintermonaten oder bei plötzlichen Temperaturschwankungen zu einer Epidemie entwickelt, sie wird von einem Virus hervorgerufen, das sich leicht über die Luft, durch direktem Kontakt mit dem Erkrankten oder über kontaminierte Gegenstände verbreitet. Die Behandlung besteht aus der Verabreichung von Virostatika auf Empfehlung eines Arztes. Bei milden Formen der Grippe werden fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente verabreicht, zusätzlich Hustenmittel und Präparate zur Vitamin- und Mineralstoffversorgung.

Die Erkältung kommt häufiger vor – hauptsächlich im Winter- und kann durch 200 Virustypen verursacht werden. Oft geht die Erkältung mit einer verstopften Nase einher und es kommt zu häufigem Niesen. Je nach Virustyp können Kopfschmerzen, Atemnot, Husten, Halsschmerzen oder sogar Fieber auftreten. Ähnlich wie bei der Grippe, verbreiten sich die Viren recht schnell über die Luft, durch direkten Kontakt mit erkrankten Personen und dem Berühren von  kontaminierten Gegenständen. Die Symptome beginnen 2-3 Tage nach der Infektion und dauern in der Regel 14 Tage. Bei der Behandlung der Erkältung sollten keine Antibiotika verwendet werden. Fiebersenkende Mittel (Antipyretika) und eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen werden empfohlen.

Zur Prävention von Grippe und Erkältung sollte man folgende Regeln befolgen:

– häufiges Händewaschen

– Niesen und Nase putzen nur mit Taschentüchern, das Taschentuch sollte möglichst nur einmal benutzt werden

– reichhaltige Wasserzufuhr (mehrere Liter am Tag)

– Saunagänge (nur bei Erkältung)

– regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung

Bei schwerwiegenden Fällen sollte dringend ein Arzt konsultieren werden, für die richtige Wahl und Dosierung der Medikamente sollten sie sich von ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen.