Am 22., 23. und 24. November hatten Rumänen überall auf der Welt die Möglichkeit, mit der Teilnahme an den diesjährigen Wahlen die Politik ihres Heimatlandes ein bisschen mitzugestalten. Gewählt wurde der Präsident für die nächsten 5 Jahre. Obwohl die Beteiligung in Rumänien selbst die 50%-Grenze nicht überstieg, erreichte die Beteiligung in der Diaspora mit rund 944.000 abgegebenen Stimmen in diesem Jahr ein besonders hohes Niveau.

Der Trend, dass Rumänen aus der sogenannten Diaspora sich scheinbar vermehrt politisieren und aktiv an der Politik ihrer Heimat mitwirken wollen, zeichnete sich schon in den letzten Jahren immer häufiger ab. Persönliche Erfahrungen in meist demokratischen Auswanderungsländern scheinen den Wunsch zu wecken, auch für das eigene Land eine nachhaltige politische Zukunft durchzusetzen. Das politisch-soziale Interesse der rumänischen Diaspora gegenüber dem, was zu Hause geschieht, wird immer größer. So sehnen sich viele Rumänen nach ihrer Heimat, aber auch diejenigen, die nicht planen nach Hause zurückzukehren, wollen vor allem das Wohlergehen ihrer Familie oder Freunde in der Heimat sichern.

Nach den Vorfällen der Europawahlen im vergangenen Frühjahr stellte das Außenministerium der Diaspora in diesem Jahr eine sehr große Anzahl von Wahllokalen zur Verfügung; insgesamt 850.
79 davon standen in Deutschland und waren ganze drei Tage lang für Wähler und Wählerinnen zugänglich (22. 23. und 24. November). Und das mit Erfolg!

Insgesamt 944.000 Rumänen aus aller Welt nahmen an diesjährigen Präsidentschaftswahlen teil. Die meisten Stimmen gab es in Italien, 190.000, gefolgt von Großbritannien mit 170.000, dann Deutschland mit 155.000 und Spanien mit 130.000.

Der Sieger Klaus Werner Johanis erhielt 68% der Stimmen der Rumänen, sein Gegenkandidat Viorica Dăncilă 34%.

Die Abstimmung verlief ohne besondere Vorkommnisse. An einigen Wahllokalen wurden die Wähler*innen sogar mit  traditionellen Volksliedern begrüßt.