La Gomera“ (deutscher Titel: Verpfiffen und verraten) heißt der fünfte Spielfilm des rumänischen Filmregisseur Corneliu Porumboiu und ist die große rumänische Hoffnung beim Academy Award 2020 in der Kategorie Best International Feature Film. Erstmals vorgestellt bei den Filmfestspielen in Cannes im Sommer diesen Jahres,  sorgte die Mischung aus Thriller und Krimi bereits für große Begeisterung.
Inspiriert von der zweitkleinsten kanarischen Insel – La Gomera – sind es vor allem bekannte rumänische Charakterdarsteller wie Vlad Ivanov, Catrinel Mengia, Rodica Lazar und Sabin Tambrea, die den Film zu einer echten Besonderheit machen.

Erzählt wird die Geschichte des korrupten Polizisten Cristi (Vlad Ivanov), der auf die Insel La Gomera kommt, um die Landestypische Sprache El Silbo – die hauptsächlich aus Zisch-und Spuck-Lauten besteht –  zu erlernen. Mit dem Erlernen der Sprache erhofft er sich, mit den ansässigen Gangstern ins Gespräch zu kommen und so weitere Informationen zu sammeln, die ihm dabei helfen seinen ehemaligen Komplizen und umstrittenen Geschäftsmann Zsolt aus einem Gefängnis in Rumänien zu befreien. Denn nur Zsolt weiß wo die 30 Millionen versteckt sind, auf die es Cristi abgesehen hat. Ein Vorhaben, welches neben lustigen Momenten, hauptsächlich mit einer Menge Spannung und Action verbunden ist.

Vor allem seine persönliche Faszination für die Sprache und deren melodischen Klang war es, die Porumboiu dazu veranlassten, El Sibo innerhalb seines Films solch eine große Rolle beizumessen. Schließlich, so Porumboiu, sei es gerade die Sprache, die Räume schafft und Menschen mit einander verbindet.

Insgesamt ist der Film, neben seinen Krimi- und Thriller-Elementen, vor allem eine Mischung aus Humor, Poesie und Film Noir, verwoben mit zahlreichen Hommagen an die Film-Klassiker, mit denen der Reggisseur Corneliu Porumboiu aufwuchs.

Der Film erscheint Anfang nächsten Jahres auch in den rumänischen Kinos.