Rumänen, die ins Ausland ausgewandert sind und dort arbeiten, müssen weiterhin in Rumänien Steuern zahlen, wenn sie ihre steuerliche Ansässigkeit in Rumänien gemeldet haben.

Der von HotNews zitierte Finanzberater Adrian Benta sagte dazu: „Ich bestätige, dass Personen mit steuerlicher Ansässigkeit in Rumänien, die ihren Wohnsitz im Land haben, verpflichtet sind, diese Steuer zu bezahlen, die sich nach dem Prozentsatz von 5,5% des Mindestlohns für die Wirtschaft berechnet, auch wenn sie im Ausland leben.“

Die Artikel 180-182 der neuen Abgabenordnung sehen die Zahlung eines Krankenversicherungsbeitrags durch natürliche Personen vor, die kein Einkommen haben und nicht gesetzlich von der Zahlung des Krankenbeitrags befreit sind. Vor allem geht es dabei um Minderjährige oder schwangere Frauen. In dieser Hinsicht sind rumänische Staatsbürger, die weiterhin im Land steuerlich ansässig sind, in den Beitragsbereich dieser Krankenversicherung einbezogen. Das Gesetz zielt aber nicht nur auf diese Personengruppe ab, sondern auch auf Nichtversicherte, die schwarz arbeiten, Landwirte, die bestimmte Besteuerungsvoraussetzungen nicht erfüllen, oder auf nicht versicherte Haushalte, so Finanzberater Benta.

Mit der Verordnung 84/2012 sind rumänische Staatsbürger, die sich länger als 183 Tage im Ausland aufhalten, verpflichtet, der ANAF Erklärungen zum Steuerausfall vorzulegen, damit sie automatisch an den rumänischen Staat Abgaben zahlen, auch wenn sie bereits die  entsprechenden Steuern in dem Staat, in dem sie leben und arbeiten, zahlen.