Bildungssystem

  • Deutschland

    Für das Bildungssystem in Deutschland sind die einzelnen Bundesländer zuständig, daher ist eine allgemeine Beschreibung nicht wirklich möglich. Es herrscht Schulpflicht in Deutschland, jedes Kind ist ab der Vollendung des 6. Lebensjahres gesetzlich zum Schulbesuch verpflichtet. Diese geht in der Regel bis zum 18. Lebensjahr.

    Das Schulsystem besteht aus fünf Bereichen:

    ⦁ Elementarbereich (Kindergarten, frühkindliche Bildung)
    (Grundschule, Klassen 1-4)
    Sekundarbereich I (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, IGS Am Ende des Sekundarbereich I kann ein allgemeinbildender Schulabschluss erworben werden, der – je nach Abschluss – zum Besuch unterschiedlicher weiterführender Bildungseinrichtungen in Sekundarbereich II)
    Sekundarbereich II (umfasst allgemeinbildende und berufliche Vollzeitschulen sowie die Berufsausbildung ein Abschluss in diesem Bereich bedeutet eine Hochschulzugangberechtigung)
    Tertiärbereich (Universitäten, Fachhochschulen, Hochschulen, die zu einem akademischen Abschluss führen)

    Auf der Seite daad.de können Ausländer prüfen, ob sie bereits die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium in Deutschland erfüllen.

  • Österreich

    In Österreich gibt es für alle Schüler im gesamten Land einen einheitlichen Lehrplan. Eingeschult wird man im Alter von 6 Jahren in die Grund- bzw. Volksschule. Nach 4 Jahren findet eine erste Leistungsauswahl statt. Die Eltern können dann (auf Empfehlung der Lehrer) entscheiden, ob die Kinder weiterführend auf die Hauptschule, die Mittelschule, oder eine höhere Schule gehen sollen. Am Ende der höheren Schule steht die Matura, ein Abschluss, der als Qualifikation für ein Studium notwendig ist.

    Auf der Website studycheck.at sind die zahlreichen Hochschulen Österreichs aufgelistet. Seit 2003 ist es in Österreich möglich, auch an privaten Hochschulen zu studieren.

    In Österreich gibt es keinen Numerus Clausus, prinzipiell kann sich jeder in jedes Studium einschreiben. Dadurch sind allerdings viele Hochschulen unterfinanziert und zu viele Studierende kommen auf einen Studiengang – die Prüfungen an österreichischen Hochschulen sind also besonders hart, um „auszusieben“ und somit die Zahl der Studierenden wieder anzupassen. Wer in Österreich studieren möchte, muss also besonders fleißig sein.

  • Schweiz

    Die 26 Kantone der Schweiz tragen die Hauptverantwortung für das Bildungswesen. Die sogenannte obligatorische Schule ist kantonal und lokal verankert. Im sogenannten nachobligatorischen Bereich haben sowohl die Kantone als auch der Bund ihre Zuständigkeiten. In der Schweiz hat die Schule auch eine Integrationsfunktion: Kinder mit den unterschiedlichsten sozialen, sprachlichen und kulturellen Hintergründen besuchen die gleiche Schule.

    Die Schulpflicht dauert 11 Jahre.

    Die Unterrichtssprache richtet sich nach dem jeweiligen Sprachgebiet: Deutsch, Französisch, Italienisch, oder Rätoromanisch werden gesprochen.

    Solange man die notwendigen Qualifikationen hat, kann man grundsätzlich jede Ausbildung in der Schweiz wählen, die man möchte.

    Voraussetzung für ein Studium an einer Schweizer Universität ist eine allgemeine Hochschulreife, wie z.B. das deutsche Abitur oder die österreichische / schweizerische Matura. An Fachhochschulen kann man studieren, wenn man bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, sich jedoch, um in der angestrebten Position arbeiten zu können, noch weiterbilden möchte.