Mein Heimatort Jina liegt tief in den grünen Bergen, auf 900m Höhe, im Norden des Zibinsgebirges in Siebenbürgen. Rund um die schönen, kleinen Häuser erstrecken sich weite Felder und Wiesen. In Jina gibt es große Schafherden, auch ein paar Rinderherden. Als ich ein Kind war, hatte mein Vater hatte eine Schafherde mit Eintausend Tieren. Ich habe ihm viel geholfen, beim Hüten, beim Schären, wir waren immer Draußen unterwegs.
 
Im Sommer werden die Rinder und Schafe auf höher gelegene Bergwiesen getrieben, in Deutschland würde man sagen auf die „Alp“. Wenn im Herbst die Herden wieder Richtung Tal absteigen, werden sie prächtig mit Blumen geschmückt. Der ganze Ort ist beim Umzug dabei.
 
Die Trachten von Jina sind die schönsten, in den Bergen. Ein fester Bestandteil davon sind Jacken aus Schaffell. Sie halten warm, bei jedem Wetter.
 
Einmal im Jahr, immer am letzten Sonntag im Juli gibt es ein großes Festival. Über 100.000 Besucher aus der ganzen Region kommen nach Jina und feiern mit viel Musik und Tanz. Sogar der rumänische Präsident war schon zu Gast!
 
Das ist unsere Kathedrale. Sie ist die größte in den Bergen.
 

Zwanzig Jahre lang war ich in dem schönen Jina, bevor ich nach Bukarest und dann später nach Deutschland zog.