Die Bauarbeiten an dem zukünftigen rumänischen kirchlichen Anwesen in der Kastelburgstraße 84-88 in München sind kurze Zeit nach dem Fest der Auferstehung des Herrn wieder aufgenommen worden und schreiten gemäß dem Bauzeitenplan fort. Die neue Kirche wird als Patrozinium das Fest der “Erhöhung des Heiligen Kreuzes” und den Heiligen Bischof Calinic von Cernica haben. An dem Festakt haben auch hohe, offizielle Persönlichkeiten aus Bayern sowie Vertreter des Rumänischen Staates teilgenommen.Nach der Vollendung der Arbeiten am Untergeschoß der Kirche und der bischöflichen Residenz haben die Bauhandwerker mit der Errichtung der Ziegelwände der beiden Baukörper begonnen. In der Hoffnung, dass das Projekt zu einem guten Ende geführt wird, wurde am 21. April der vor sechseinhalb Jahren von Seiner Seligkeit, dem Patriarchen Rumäniens, gesegnete Grundstein zusammen mit der Urkunde, die das Ereignis von Damals dokumentiert, von Seiner Eminenz, dem Metropoliten Serafim zusammen mit Seiner Exzellenz, dem Weihbischof Sofian von Kronstadt in die Mauer der mittleren Apsis des Altars der Kirche eingesetzt.
 
Nach Abschluss des Gottesdienstes hat Seine Eminenz, der Metropolit Serafim, eine Rede an die Anwesenden gerichtet, in der er die Wichtigkeit solcher Projekte sowohl für die Christen aus München als auch für die orthodoxen Gläubigen der Diaspora betont hat. Ferner hat sich der Metropolit in einer optimistischen Weise darüber geäußert, was die religiöse Zukunft des Westens anbelangt. Entgegen vieler Erwartungen befindet sich das Christentum nicht in der Gefahr des Erlöschens, sondern, im Gegenteil, es definiert sich als die Hoffnung der heutigen Gesellschaft.
 
Seine Eminenz hat auch die Funktionalität dieses zukünftigen Anwesens erwähnt: ,,An dieser Stätte bemühen wir uns ein klösterliches Anwesen zu errichten, das für alle, die über seine Schwelle schreiten eine Stätte der geistigen und leiblichen Belebung sein soll. Wir wissen, dass die christliche Spiritualität, insbesondere die orthodoxe, eine von dem klösterlichen Geist geprägte ist. Entlang der Geschichte waren besonders die Mönche ein Beispiel des Betens und der Askese für die Christen der Welt, das heißt des Kampfes gegen die Leidenschaften, die das menschliche Wesen herabsetzen. Ihre Schriften, von tiefgründigem Realismus, sind für die Gläubigen auch heute die besten Führer auf dem Weg der Reinigung und der Gewinnung der Freiheit im Heiligen Geiste.“ Seine Eminenz dankte der Katholischen und der Evangelischen Kirche, die schon seit Ankauf des Grundstücks die für das Bauprojekt unternommenen Schritte unterstützt haben, dem Rumänischen Staat, der den Anlauf der Bauarbeiten finanziell unterstützt hat, sowie auch allen Gläubigen, die nach Kräften zur Verwirklichung dieses kirchlichen Komplexes in der Hauptstadt Bayerns beigetragen haben.
 


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