Das Donaudelta ist das am besten erhaltene Delta in Europa und mit etwa 5800 km2 das zweitgrößte der Welt nach dem Wolgadelta. Das Donaudelta stellt das niedrigste und neueste Tiefland dar, wo vorwiegend Flächen mit geringer Höhe im Vergleich zum mittleren Meeresspiegel des Schwarzen Meeres dominieren, die höchsten Punkte befinden sich an der Flussinsel Letea, mit 13 m und Caraorman, mit 8 m. Das Gebiet wurde von UNESCO 1993 in die Weltnaturerbe-Liste aufgenommen. Der rumänische Staat hat als erster seinen Teil des Deltas zum Biosphärenreservat erklärt. Seit dem 21. Mai 1991 ist das Donaudelta durch die Ramsar-Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung geschützt.

 

Die Donau, der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa nach der Wolga, hat ihre Quelle unter dem Berg Kandel (1241 m) im Schwarzwald, Deutschland.  Im Fürstlich Fürstenbergischen Schlossgarten in Donaueschingen die zwei Quellflüsse Brigach und Breg vereinen ihre Gewässer und starten zusammen ihre lange und abenteuerliche Reise Richtung Osten, um nach ca. 2860 km ins Schwarze Meer zu münden.

 

Die Donau überquert – und verbindet gleichzeitig – 4 Hauptstädte: Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad und zehn europäische Staaten: Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, die Republik Moldau und die Ukraine.

 

In Höhe des Ortes Pătlăgeanca (westlich der Stadt Tulcea), teilt sich die Donau zunächst in zwei Arme: Chilia im Norden, mit einer Länge von 120 km und Tulcea im Süden; der Arm Tulcea teilt sich wiederum beim Kap Ismail (Ceatalul) in zwei Unterarme: Sulina (Fließrichtung S-O) mit einer Länge von 64 km und Sfântu Gheorghe (Fließrichtung NW – SO), 70 km lang. Somit mündet die Donau ins Schwarze Meer und bildet hier ein wunderschönes Delta.

 

Das Donaudelta ist ein exotisches Gebiet das über 1830 Baum- und Pflanzenarten, über 2440 Insektenarten, 91 Arten Weichtiere, 11 Arten Amphibien, 320 Vogelarten, 44 Arten Säugetiere und 133 Fischarten beherbergt, viele davon einzigartig und als bedrohte Tierarten geschützt.

 

 

Touristenorte:

  • Die orthodoxe Kirche „Buna Vestire” in Tulcea, ein historisches Monumen, erbaut im Jahre 1969
  • Die Azizvie Moschee, erbaut im Jahre 1863
  • Die Argamum-Orgame Burg
  • Die Festung Histria, die älteste Siedlung auf dem heutigen Territorium Rumäniens, der heutige Ort heißt Istria
  • Die Ausgrabungsstätte / archäologische Ausgrabung Vișina
  • Der Letea Wald (das älteste Naturreservat in Rumänien)
  • Das Măcin-Gebirge