Vielleicht sind die schönsten Orte in der Tat die, die am schwersten zu erreichen sind. Zu diesen Orten zählen die Dörfer Scărişoara und Ineleţ, zu denen man nur gelangt, wenn man gewundene Wege, die auf die Gipfel der Berge führen, überwindet.

Die Dörfer Scărişoara und Inelet aus dem Cerna-Tal gehören zu den abgelegensten Orten des Landes.


Fünf Weiler bilden das Dorf Scărişoara: Cracu Mare, Ineletţ, Crouri, Ţăţu und Gura Iuţii.


Der einzige Zugang zu den Dörfern wird durch Leitern aus Akazienholz zu Beginn der 70er Jahre ermöglicht: Die berühmte Leiter ist aus Holz und lehnt am Berghang. Es bilden sich vier Segmente: Jeder von ihnen ist etwa 20 Meter lang. Zwei Teams errichteten den Zugang. Einige Arbeiter waren oben und hielten die Schnüre und ließen die Treppe nach unten. Die anderen stiegen auf den „Bauch“ des Berges hinab, um die Steintreppe aufzufangen. Die Leiter ist insgesamt 100 Meter lang.

 

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"Drumul" către Ineleț

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Wie leben die Menschen aus Inelet village? Sie haben kein Geld, keinen Hass und keine Bosheit. Wie sie es von ihren Vorfahren gelernt haben, wollen und brauchen sie nicht mehr. Sie sind zufrieden mit dem, was sie haben und wissen, dass die Zivilisation oft nicht nur Gutes bringt.

Die Menschen haben ihre eigene Landwirtschaft und sind sehr glücklich damit. Insgesamt hat das Dorf nur 11 Häuser und nur wenige Kinder lernen dort in der Schule.


Für diejenigen, die den Mut haben, Inelet zu erreichen, ermöglicht dies der Postbote einmal im Monat. Der Priester besucht das Dorf nur alle vier Jahre bei den großen Festen oder bei anstehenden Beerdigungen.


Die Dörfer Scărişoara und Inelet liegen auf über 1000 m Höhe. Sie haben keinen Strom, keine Straßen, Autos oder sonstigen Luxus der Moderne. Das Leben in diesen Dörfern ist völlig anders, die Menschen sind ruhig, warm, geduldig und vielleicht glücklicher. Sorgen oder Stress sind Worte, die es für sie noch nie gegeben hat.
Sie üben den Austausch in der Natur, ohne dass das Geld die einfachste Handelsform ist.


Sie brauchen nur sich. Grundberufe in den Dörfern sind Tierhaltung und Gemüseanbau. Ohne Strom benutzen sie abends eine Gaslampe. Die „Furlings“, die sie tragen, sind Sträucher, die vor allem bei Regen und Schnee von Nutzen sind.