Iasi (deutsch Jassy) war drei Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Fürstentums Moldau und temporäre Hauptstadt von Rumänien während des Zweiten Weltkriegs (1916-1918). In der von sieben Hügeln umschlossenen Stadt befindet sich die Alexandru-Ioan-Cuza-Universität Iaşi, die älteste Universität in Rumänien. Auch eine Vielzahl an Kirchen können in dieser Stadt besichtigt werden. Die älteste ist die St. Nikolaus-Kirche, die während der Herrschaft von Stefan dem Großen (1491) gebaut wurde.

Das Bauwerk der Sf. Parascheva Metropolitan Kathedrale und den drei Hierarchen-Kirchen, die zwischen 1635 und 1639 erbaut wurden, verkörpern die byzantinische Architektur  Ein paar der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind zudem der Kulturpalast, der Piata Unirii (Vereinigungsplatz), das Golia Kloster, das Strada Otilia Cazimir oder die Gedenkstätten von Mihail Sadoveanu, George Toparceanu und Creangas Bojdeuca. Der Botanische Garten ist mit einer Fläche von 100 Hektar der älteste in Rumänien und einer der größten in Europa.

Verpasse außerdem nicht einen Spaziergang durch den Copou Garden Park zu machen! Dabei handelt es sich um den ältesten Park in Iasi und um einen der schönsten in Rumänien. Die Planung hierfür begann im Jahre 1833. In der Mitte des Parks befindet sich eines der ältesten Denkmäler in der modernen Geschichte des Landes. Der Lions Obelisk wurde nach den Entwürfen von Gheorghe Asachi und Eminescu Linde erbaut und dort im Schatten sitzend konnten Mihai Eminescu, der größte Dichter Rumäniens und sein Freunde Ion Creanga und Veronica Micle regelmäßig beobachtet werden.

Eines der wichtigsten Denkmäler des Landes ist eine etwa 540 Jahre alte Linde. „Linden können aufgrund von einem seltenen biologischen Phänomen, bei dem sich Wurzeln durch den verfaulten Stamm in den Boden verankern konnten, ein derart hohes Lebensalter erreichen. Jedoch konnten derartige Vorgänge bislang noch nicht beobachtet werden. Die Linde kann ihre Wurzeln eigenständig regenerieren. Doch auch in der Literatur wurde das Phänomen noch nie beschrieben.“, sagt der Direktor des botanischen Gartens Mandache Leocov.