Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft für Integration und Migration SGRIM e.V. ist aus der Selbsthilfegruppe für Rumänen in München, kurz SGRIM, entstanden. Der Name hat eine Besonderheit, denn der Vereinsname im Rumänischen ist Societatea Germano-Română pentru Integrare şi Migraţie und dessen Akronym ist durch Zufall auch SGRIM.

 

Der Verein wurde gegründet, um Anliegen der rumänischen Gemeinschaft in München zu vertreten und die Integration der rumänischen Neuzuwanderer zu fördern. In diesem Sinne bietet SGRIM Orientierung und soziale Beratung zu folgenden Themen: Aufenthalts- und Arbeitsrecht, Fragen zu Gesundheit, Mietfragen, Arbeitssuche, Anerkennung von Qualifikationen, Schule, Versicherungen u.a. Außerdem organisieren wir zweimal in der Woche eine Spielgruppe für rumänische Kinder unter vier Jahren.

Dordecasa sprach mit der Vorsitzenden des Vereins, Frau Sevghin Mayr.

 


Frau Mayr, wenn Sie die Philosophie Ihres Vereins in wenigen Stichworten angeben müssten – wie würde ihr Motto lauten?
Verschwende nicht den Rest deines Lebens mit Gedanken über andere Menschen, wenn die nicht dem Gemeinwohl dienen. (Marc Aurel)
Sei du die Veränderung, die du dir in der Welt wünscht. (Mahatma Ghandi)

 

Welche inhaltlichen Themen werden durch den Verein vertreten?
Wir helfen bei der Lösung vieler Fragen rund um die Integration, Leben und Arbeiten in Deutschland und wir verstehen uns als Bindeglied zwischen der rumänischen Gemeinschaft und der deutschen Gesellschaft.

 

Mit welchem Ziel wurde der Verein gegründet?
Wir haben den Verein gegründet, um Anliegen der rumänischen Gemeinschaft in München und in Deutschland zu vertreten und die Integration der rumänischen Neuzuwanderer/innen zu fördern, ihnen eine gleichberechtigte Integration in die deutsche Gesellschaft zu ermöglichen sowie ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

 

Auf welche aktuellen Projekte und Veranstaltungen darf man sich freuen?
Wir veranstalten jährlich drei Feste: Märzchenfest (seit vier Jahren immer Ende Februar), Sommerfest mit Picknick und Grill sowie den Nationalfeiertag am 1. Dezember zusammen mit dem Weihnachtsfest.

Die Lern- und Spielgruppe Piticot ist seit drei Jahren vom Sozialreferat der LH München gefördert und wird dieses Jahr fortgesetzt.

Ein Bewerbungstraining mit Coaching für Frauen ist in Planung, ebenso wie eine Rumänische Messe (2016 war die erste Veranstaltung dieser Art).

Des Weiteren sind wir stolz,  bei der Verleihung des Bayerischen Integrationspreises im Landtag eingeladen zu sein.

 

Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?
Besonders freut uns unsere Spielgruppe Piticot. Auch das Theaterprojekt „Jugend ohne Alter und Leben ohne Tod“ ist eines meiner Favoriten, ebenso wie das Märzchenfest.


Wie kann man als Außenstehender Ihren Verein unterstützen?
Durch Ehrenamtliche Tätigkeit im Verein, durch eine Mitgliedschaft bei uns, durch Spenden, dadurch uns Räume zur Verfügung zu stellen – und natürlich ganz einfach mit einem Like auf unserer Facebookseite!


Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Wir würden uns sehr über eigene Räume freuen. Feste Beratungsstellen einzurichten und einen Deutsch-Rumänischen Kindergarten. Mehrere Filialen in Deutschland sowie in Rumänien zu haben wäre ebenso wichtig. Und natürlich: Mehr Menschen für das Ehrenamt zu bewegen!


Inwiefern tragen Sie zur besseren deutsch-rumänischen Verständigung bei?
Durch unsere Projekte und aktive Teilhabe in der hiesigen Gesellschaft.