Die duale Ausbildung in Deutschland besteht aus viel praktischer Arbeit. Sie dauert meistens zwischen zwei und dreieinhalb Jahre und hat zwei Phasen: Jede Woche sind Sie einen oder zwei Tage oder in längeren zusammenhängenden Blöcken in einer Berufsschule. Dort vermitteln Ihnen Lehrerinnen und Lehrer theoretisches Wissen. An den anderen Tagen sind Sie dann in einem Unternehmen und wenden dieses Wissen an, indem Sie zum Beispiel an einer Maschine mitarbeiten. Außerdem sehen Sie, wie das Unternehmen funktioniert, was es macht und ob Sie sich vorstellen können, dort später weiterzuarbeiten.
 
Die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet Auszubildende besonders gut auf das vor, was Firmen von ihnen erwarten: nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische Erfahrung darin, dieses Wissen anzuwenden. Und bei den rund 350 anerkannten Ausbildungsgängen in Deutschland finden auch Sie sicher einen, der Ihnen Spaß macht und Ihren Talenten entspricht. Welcher genau das sein könnte, können Sie zum Beispiel auf einer der zahlreichen Ausbildungsmessen herausfinden, die regelmäßig in verschiedenen deutschen Städten veranstaltet werden. Informationen, welche Messen es gibt, wann und wo sie stattfinden, erhalten Sie auf der Website Planet-Beruf.
 
Die duale Ausbildung bietet Ihnen sehr gute Chancen auf eine Stelle und ist deshalb besonders populär bei deutschen Schülerinnen und Schülern: Rund zwei Drittel aller Jugendlichen, die die Schule verlassen, machen anschließend eine Ausbildung.[/stack_tabs_content][stack_tabs_content icon=”” title=”Österreich”]Die duale Ausbildung, auch als Duales Ausbildungssystem bezeichnet entspricht dem Erlernen eines Lehrberufes in einem Betrieb und den Besuch einer Berufsschule während der Lehrzeit. Der Zugang zur Lehre ist an keine Voraussetzungen gebunden, auch das Nachweisen eines Schulabschlusses oder einer anderen Qualifikation ist nicht nötig. (Um eine Lehrstelle in einem Betrieb zu finden ist es hilfreich über einen Schulabschluss zu verfügen). Die Lehrzeit kann zwei bis vier Jahre betragen, je nachdem welcher Beruf erlernt wird und ob es sich um eine Doppellehre handelt mit der man zwei Berufe gleichzeitig erlernt. Doppellehren sind selten anzutreffen, meist findet man Lehren mit denen ein Beruf erlernt wird.
 
Im Betrieb verbringen Auszubildende/Lehrlinge etwa 80 %, in der Berufsschule rund 20 % der Lehrzeit. Der Berufsschulbesuch erfolgt meist wöchentlich, in einigen Lehrberufen kann er aber auch geblockt für zwei Monate pro Lehrjahr stattfinden. Im Betrieb sollen berufsspezifische Kenntnisse erworben und berufspraktische Fertigkeiten vermittelt, erlernt und ausgeübt werden. Die Berufsschule soll theoretisches Fachwissen vermitteln und die Allgemeinbildung der Auszubildenden festigen.
 
Am Ende der Lehrzeit wird die Lehrabschlussprüfung abgelegt. Sie besteht aus einem Fachgespräch, dem theoretischen Teil der Prüfung und aus dem praktischen Teil in dem der/die Auszubildende ein Werk vollbringt. Dies kann zum Beispiel das Anfertigen eines Gesellenstückes sein, bei TischlerInnen beispielhaft eine Kommode und bei FrisörInnen beispielsweise das Erstellen einer Frisur. Nach erfolgreicher Ablegung der Lehrabschlussprüfung ist man Geselle/in oder FacharbeiterIn im erlernten Beruf.