Wenn man in das Motzenland in Siebenbürgen, im Inneren des Apuseni-Gebirges, reist, dann fühlt es sich an, als ob  man sich in einer Kunstgalerie mit einer atemberaubenden Landschaften befände. Ganz gleich, wo man sich befindet, die Geschichte dieser Region ist überall erkennbar. Hier scheint es, als würde die Zeit aufhören zu existieren.

Auch spürt man die geistige Präsenz von Avram Iancu, einem rumänischen Rechtsanwalt und Revoutionär, der die Gegend maßgeblich geprägt hat. Iancu war der Anführer der rumänischen Revolution in Siebenbürgen in den Jahren 1848/49. Ziel der siebenbürgischen Rumänen war die Gleichstellung gegenüber Sachsen, Magyaren und Szeklern, die während der österreichischen Herrschaft deutlich bessert situiert waren. Diese Forderung wurde auf einer großen Volksversammlung in Blaj 1848 an den österreichischen Kaiser als auch an den siebenbürgischen Landtag gestellt. Nach der Angliederung Siebenbürgens an Ungarn führte Iancu mit einer Freiwilligentruppe einen Partisanenkrieg gegen die ungarische Revolutionsarmee und wurde dadurch in Siebenbürgen schnell berühmt. Nach dem Sieg über Ungarn durch die Zaren- und Habsburgerarmee lebte er bis zu seinem Tod 1872 im Apuseni-Gebirge, seiner Heimat.

Avram Iancu gilt heute als rumänischer Nationalheld, viele Denkmäler erinnern an den Kämpfer für Siebenbürgen, sein Heimatort – vormals Feldovidra – wurde in Avram Iancu umbenannt und auch der Flughafen in Cluj-Napoca trägt seinen Namen.

Seit 2018 feiern wir mit MoneyGram den Anschluß Siebenbürgens an Rumänien mit verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen im In- und Ausland.