Es gibt Dinge, die können den Blick auf die Welt verändern: Dazu gehört zweifelsfrei eine Reise nach Rumänien.
 
Von Deutschland aus betrachtet lag das Land im Südosten Europas immer ein wenig im toten Winkel der Weltgeschichte. Und doch verbindet beide Staaten ausgesprochen viel: angefangen von der gemeinsamen Migrationsgeschichte bis hin zur heutigen Partnerschaft innerhalb der europäischen Union.
 
Das Image der Deutschen ist nach wie vor gut in Rumänien. Auch, wenn das Land immer noch Probleme, wie Armut und Kriminalität zu bewältigen hat, gibt es auch einige Dinge, die Deutschland von Rumänien lernen kann!
 
Die rumänische Wirtschaft wächst stark
 
Zugegeben – was den Stand der rumänischen Wirtschaft betrifft, gibt es durchaus noch Entwicklungsspielraum nach oben. Lange Zeit hat das Land unter den Folgen der kommunistischen Planwirtschaft zu leiden gehabt. Doch seit einigen Jahren deutet sich langsam eine Trendwende an. Im Jahr 2014 wuchs die rumänische Wirtschaft trotz aller Schwierigkeiten noch um 2,8 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Wachstum um knapp vier Prozent.
 
Erste Stimmen warnen sogar schon vor einem Überhitzen der rumänischen Konjunktur. Dadurch stiege das immer noch niedrige Durchschnittseinkommen.
 

 
In Rumänien wird Toleranz gegenüber Minderheiten gelebt
 
18 Ethnien sind im Land staatlich anerkannt (bei nur 20 Mio. Einwohnern). Sie sind mit je einem eigenen Abgeordneten im Parlament vertreten, haben unter anderem das Recht auf Unterricht in der eigenen Muttersprache. Klaus Johannis, Vertreter der deutschen Minderheit, ist sogar von den rumänischen Wählern zum Präsidenten bestimmt worden.

 

Was wären Bio-Bauern in den USA ohne rumänisches Futter?
 
Es mag skurril klingen: Einerseits sind die USA einer der größten Futtermittelexporteure der Welt, andererseits scheint es auf dem amerikanischen Markt einen Mangel an gentechnikfreien Mais zu geben. Und auf den sind Bio-Bauern angewiesen. Mehr als 300.000 Tonnen Mais haben die USA im vergangenen Jahr deshalb importiert. Das Gros stammt aus Rumänien und der Türkei.
 

 
Rumänien schafft bei der Förderung von Elektroautos Fakten
 
Unendlich lang zieht sich in Deutschland schon die Debatte hin, wie die Elektromobilität angemessen gefördert werden kann. Viel ist bisher nicht passiert, um die Kaufprämie für Elektroautos etwa wird seit Monaten intensiv gestritten. In Rumänien steht es um die Zulassungszahlen von E-Mobilen zwar noch schlechter – im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 24 Neuzulassungen registriert.
 
Dafür hat die rumänische Regierung nun Fakten geschaffen: Die Kaufprämie für Elektroautos ist beschlossene Sache. Insgesamt 16,6 Millionen Euro sollen dafür bereit gestellt werden. Außerdem fällt bereits heute schon die Zulassungssteuer weg.